Häufige Fragen zur Anzeige von Steuerhinterziehung
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Ausdruck aus dem Internetangebot Finanzämter für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung NRW

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Häufige Fragen zur Anzeige von Steuerhinterziehung.

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Sie geht zu Lasten der Allgemeinheit und ist ungerecht gegenüber dem ehrlichen Steuerzahler. Hier sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die Sie bei der Anzeige von Steuerhinterziehung beachten sollten.


Adresse (URL): http://www.steuerfahndung.nrw.de/allgemein_strafa/fragen/anzeige/index.php


Häufige Fragen zur Anzeige von Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt

Es ist eine Form der Zivilcourage, bei der Aufklärung von Steuerstraftaten zu helfen, denn:

  • Steuerhinterziehung geht zu Lasten der Allgemeinheit
  • Die ehrlichen Steuerzahler finanzieren die staatlichen Leistungen, die alle in Anspruch nehmen
  • Steuerhinterziehung schadet nachhaltig der Wirtschaft durch ungerechtfertigte Wettbewerbsvorteile

Anhaltspunkte für eine Steuerhinterziehung können z. B. sein:

  • Lebenswandel und Vermögens- und Einkommensverhältnisse passen nicht zusammen
  • Private Aufwendungen werden in den betrieblichen Bereich verlagert
  • Schwarzarbeit
  • „Strohleute“ werden als Betriebsinhaber, Geschäftsführer, Käufer, Verkäufer u. ä. eingeschaltet

Was sollten Sie beachten, wenn Sie jemanden wegen Steuerhinterziehung anzeigen wollen?

Die Finanzverwaltung ist gesetzlich verpflichtet, einer Anzeige nachzugehen, sofern diese ausreichende Anhaltspunkte für eine Steuerstraftat enthält.

Um diese Anhaltspunkte zu erhalten, müssen die Angaben wahr, so konkret wie möglich sein und sollten nachprüfbare Details enthalten. Die bloße Behauptung, jemand habe Steuern hinterzogen, reicht nicht aus!

Deshalb sind folgende Angaben für die weitere Bearbeitung Ihrer Anzeige wichtig:

  • Wer hat hinterzogen? Geben Sie bitte den Namen und die Anschrift der an der Hinterziehung beteiligten Personen an.
  • Wodurch wurden Steuern hinterzogen? Schildern Sie bitte den Sachverhalt möglichst genau.
  • Wann wurde hinterzogen? Geben Sie bitte den Zeitraum an.
  • Welche Zeugen oder Beweismittel können Sie angeben?
  • Welche Unterlagen können Sie zur Verfügung stellen?

Eine Steuerhinterziehung (oder der Versuch) setzt voraus, dass dem Finanzamt eine falsche Steuererklärung vorliegt oder die Frist für die Abgabe der Steuererklärung abgelaufen ist. Vorher kann es noch nicht zu einer Steuerhinterziehung gekommen sein. Dies bedeutet, dass die Finanzbehörden für Sachverhalte des laufenden Jahres in der Regel noch keine Ermittlungsmöglichkeiten haben, es sei denn, es handelt sich um nicht bzw. mit unrichtigen oder unvollständigen Angaben abgegebene Umsatzsteuervoranmeldungen oder Lohnsteueranmeldungen.

Selbstverständlich können Sie aber auch Angaben zum laufenden Jahr machen. Diese können dann eventuell bei später stattfindenden Prüfungen verwendet werden.

Wo können Sie eine Anzeige erstatten?

Anzeigen können bei jedem – am besten dem zuständigen – Finanzamt oder Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung erstattet werden (Link zur Zuständigkeitsauskunft siehe unten).

Geht das Finanzamt auch einer anonymen Anzeige nach?

Ja. Aber namentliche Anzeigen besitzen in der Regel größere Bedeutung, weil sie Rückfragen ermöglichen.

Mit einer Anzeige setzen Sie sich für mehr Steuergerechtigkeit ein!
Bedenken Sie, dass Sie eine Straftat begehen, wenn Sie eine Person wissentlich falsch verdächtigen oder eine Straftat vorgetäuscht wird.

Wie erstellen Sie eine Anzeige?

Dies ist formlos möglich. Sie können aber auch das vorbereitete Formular (Word-Dokument 41 KB) benutzen. Bitte drucken Sie hierzu das Formular aus und senden es ausgefüllt an das zuständige Finanzamt/ Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung.

Das für den von Ihnen angezeigten Sachverhalt zuständige Finanzamt können Sie der Zuständigkeitsauskunft entnehmen.

Haben Sie noch Fragen?
Die Finanzämter für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung geben Ihnen gerne Auskunft.